Für mich waren "Tiere-suchen-ein-Zuhause" und "tierisch-tierisch" immer Pflichtprogramm und deshalb wollte ich schon immer  "Hunde in Not"  helfen und somit kam auch nur ein Tierheim Hund in Frage.

Das alte Wasserwerk wurde zu einem kleinen, aber schön gepflegten Tierheim umgebaut und da fand ich meinen ersten Hund. Ich hatte drei Hunderassen im Kopf, die mich sehr interessierten und es waren auch Vertreter jener Rassen dabei, wenn sie auch sehr unterschiedlich sind: Collie, Rottweiler und Chow-Chow. Aber die Auswahl fiel nicht schwer, denn der Collie bellte mich unentwegt an (also nichts für die Mietwohnung) und der Rottweiler war mir zu scheu (den wir aber später auf dem Hundeplatz wiedersahen) und so ergab es sich, daß ich etwas länger bei dem Chow-Chow ähnlichen Hund stehen blieb und die "Chemie" stimmte auf beiden Seiten.

 

 

 

mein erster Eurasier Rüde - Buck

 

 

Mein erster Eurasier war ein schwarzer Rüde mit beigefarbenen Abzeichen an den Läufen und Augenflecken. Später dann verfärbte er sich wie links auf dem Bild zu sehen: schwarz - braungeflammt. 

Ich habe ihn aus dem örtlichen Tierheim, welches außerhalb der Stadtgrenzen liegt und er wurde auf ein bis zwei Jahre geschätzt. Es war beiderseitige "Liebe auf den ersten Blick" und er lebte sich schnell ein. Auch mit meinem damaligen Teenie Sohn freundete er sich schnell an, wurde er doch als "Kinderspielzeug" entsorgt. Das war im August 2000.

 

Er war ein gesunder, kräftiger, nichtkastrierter und lieber Rüde, Fremden gegenüber etwas zurückhaltend, aber dennoch freundlich. Seinen Menschen gegenüber verschmußt und treu ergeben. Der perfekter Hund für den Urlaub, ganz ruhig beim Autofahren und egal, wo wir auch in der Ferne waren, anspruchslos und ausgeglichen wie immer. Wir suchten uns Ferienhäuser oder -wohnungen in ländlichen Gegenden in den Weiten von Deutschland und Dänemark, wo auch Hunde willkommen waren.

Buck und ich hatten eine besonders enge Bindung, sie entsteht automatisch, wenn man sich liebevoll, aber konsequent um die

 

Erziehung kümmert, mit ihm Gassi geht und Abenteuer erlebt, sein Fell mit Geduld durchkämmt oder mit Streicheleinheiten massiert und nicht zu vergessen, die Futtergabe. So verdient man sich das Vertrauen und er folgt dir freiwillig bis ans Ende der Welt !!

Da er mein erster eigener Hund war, bin ich jeden Samstag zum Hundeverein, da wurde die Unterordnung in der Gruppe gelernt und die Begleithundprüfung abgenommen. 

 

Jeder Vierbeiner sollte mindestens die Grundkommandos kennen - das wären beispielsweise:  Sitz, Platz, Komm, Bleib, Aus, Hier und bei Fuss. Da der Eurasier etwas eigensinnig ist, kann es ihm leicht langweilig werden, wenn zu viele Wiederholungen kommen und man sollte selbst freudig und flott mitmachen und motiviert auch somit seinen Hund.

 

Im Internet suchte ich nach Bildern, die Chow-Chow Mischlinge zeigten und so kam ich dann zum Eurasier. Als ich las, wie diese Rasse entstand, wußte ich einfach, das Buck ebenso einer war.

Charakterzüge, Wesenseigenschaften und Fellfarbe paßten auf die Beschreibung des Rassestandards.

Schön waren auch die Eurasiertreffen, die bei uns in Mecklenburg - Vorpommern stattfanden, so auch der alljährliche Osterspaziergang auf der Insel Usedom. Bei unserem ersten Treffen im Jahre 2011 konnte Buck noch Schritt halten, aber das Jahr darauf sind wir nicht mehr mitgegangen, schließlich war er ja schon ein Senior (12+) und nicht mehr so topfit. 

Mittlerweile finden diese Treffen auf der Insel Rügen statt, teilweise aber auch noch auf Usedom.

Die Anzeichen der Alterung wurden immer sichtbarer, sein Gang wurde steifer, somit die Gassirunden langsamer und kürzer, sein Rücken senkte sich und die Rute hing nur noch runter (normal wird die Rute gerollt über dem Rücken getragen), Augen und Ohren versagten auch langsam ihren Dienst und mußte ihn desöfteren abholen, wenn wir uns zuweit voneinander entfernten.

Sein Appettit aber war geblieben wie immer. 

 

 

Dann kam der 16. März 2013 ....

Buck war ganz apathisch und reagierte auf nichts mehr, weder auf Worte noch Berührungen und für mich ein untrügerisches Zeichen ihn schweren Herzens gehen zu lassen, ich wollte keine Experimente mehr oder sein Leiden unnütz verlängern.......und so hat der Tierarzt meinen besten Freund sanft einschlafen lassen. Dicke Tränen kullerten mir übers Gesicht, aber ich wußte, es war besser so und blieb auch bis zum letzten Atemzug bei ihm - schließlich hatte er mich 13 Jahre lang durch mein Leben begleitet.

Letztendlich wurde er  14 oder 15 Jahre alt.

 

 - Buck bleibt für immer unvergessen -

 

 

 

 

Aus einem Foto von Buck habe ich den perfekten Kopf für meinen Auto Aufkleber gemacht - ganz einfach per Bildbearbeitungsprogramm ausschneiden und als Aufkleber drucken lassen.

 


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